Runder Tisch zur Abfallvermeidung: Initiativen und Handel vernetzen sich – „Karte der Aktiven“ geplant

Fotorechte: Laura Scherff /#landsberg.insider

Sie engagieren sich in der Abfallvermeidung oder kennen jemanden? Melden Sie sich gern bei uns.

Mit jedem Einkauf landen oft unzählige Verpackungen in den Haushalten, die nach kurzer Einsatzzeit wieder entsorgt werden. Auch Elektrogeräte wie Kaffeemaschinen werden nicht selten eher ersetzt als repariert. Doch das muss nicht so sein: Abfallvermeidung beginnt bereits beim Einkauf – denn der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht. Ebenso gilt: Dinge, die nicht mehr benötigt werden, aber zu schade für den Müll sind, können weitergegeben, geteilt oder wiederverwendet werden. „Gib Dingen ein zweites Leben“ könnte damit künftig zum alltäglichen Motto werden. 

Um die im Landkreis bereits vorhandenen Möglichkeiten zur Abfallvermeidung und Wiederverwendung zu bündeln und sichtbarer zu machen, haben sich am 28. November 2025 im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung Vertreterinnen und Vertreter von Initiativen und Geschäften, die sich für Abfallvermeidung stark machen, erstmals zu einem Runden Tisch getroffen. Die Kommunale Abfallwirtschaft des Landkreises hatte dazu Initiativen wie die ehrenamtlich betriebenen Repair-Cafés, Kleiderläden oder der „Bibliothek der Dinge“ sowie Handelsgeschäfte aus den Bereichen Second-Hand eingeladen. Ziel des Austauschs war, bestehende Angebote zu vernetzen, Kontakte zu knüpfen und die Themen Reparieren, Wiederverwendung und Abfallvermeidung im Landkreis weiter zu stärken. 

Eingeleitet wurde die Veranstaltung mit einem Vortrag zur Ressourcenwende von Helmut Schmidt, Vorstand Ressourcen und Circular Economy in der Umwelt-Akademie e. V. München sowie ehemaliger Werkleiter des Abfallwirtschaftsbetriebes München. Er machte dabei unter anderem auf Widersprüche beim Ressourcenverbrauch aufmerksam: So würden für die Herstellung eines etwa 125 Gramm schweren Handys Ressourcen in einer Größenordnung von rund 75 Kilogramm benötigt, die zudem teils unter fragwürdigen Abbaubedingungen gewonnen werden. 

Als nächster Schritt soll auf der Internetseite der Kommunalen Abfallwirtschaft sowie in der AbfallApp des Landkreises eine „Karte der Aktiven“ entstehen, um Initiativen, Vereine und Handelsgeschäfte im Landkreis stärker sichtbar zu machen, die sich für Abfallvermeidung, Reparatur und Wiederverwendung engagieren. 

Wer beispielsweise einen Bücherschrank betreut, den Zero-Waste-Gedanken unterstützt oder mit dem eigenen Angebot das Reparieren von Dingen fördert, kann sich melden und aufgenommen werden.

Kontakt (für Rückfragen und Einträge in die „Karte der Aktiven“): abfallberatung@LRA-LL.Bayern.de

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